Wohnen im Loft

Kein Wohntrend zeichnet sich weltweit so sehr ab, wie das Wohnen im Loft. Doch was versteht man eigentlich darunter? Ein Loft ist dadurch definiert, dass ein ehemaliger Lager- oder Industrieraum zu einer Wohnung umfunktioniert wurde. Das Wort an sich stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Dachboden" oder "Speicher". In den 1940er Jahren wurden vor allem in New York und London derartig leerstehende Hallen zu Wohnzwecken umfunktioniert. Das ursprüngliche Fundament der Halle wurde dabei kaum verändert, sodass eine Wohnung meist die gesamte Fläche einer Etage umfasste.

Dadurch ergaben sich offene Räume mit riesigen Grundflächen und hohen Decken, wodurch sie schnell zu begehrten Wohnungen für Musiker und Künstler wurden. Sie integrierten Wohn- und Arbeitsräume und schafften dabei eine günstige Alternative zu den überteuerten Stadtwohnungen. Heute sind Lofts vor allem begehrt unter den Designern. Damit stieg der Preis der ursprünglich als günstig gedachten Wohnräume enorm an. Mit den klassischen Lofts haben diese Angebote häufig nichts mehr zu tun. Vielmehr werden Häuser extra so gebaut, dass die offene Gestaltung an Lofts erinnert. Diese wurden jedoch ursprünglich nie als Fabrik genutzt, sondern von Anfang an als offener Wohnraum angelegt. Das hat einen klaren Vorteil: Wohingegen bei alten Fabrikräumen es wohl zu der größten Herausforderung zählt, den Raum zu dämmen, sind eigens als Wohnraum angelegte Lofts wärmetechnisch bereits auf dem neuesten Stand. Auf was jedoch geachtet werden muss, ist die Akustik. In großen, spärlich möblierten Räumen, die harte Böden und große Fenster haben, bricht sich der Schall zu wenig, mit der Folge dass es unangenehm hallt. Jede Art von Textilien sind daher beim Einrichten unerlässlich. Auch Pflanzen oder Accessoires tragen zu einer besseren Akustik bei.

Was jetzt ganz neu im Trend liegt, sind Deckenelemente, die sowohl akustisch als auch dekorativ zu einem besseren Raumklima beitragen. Ganz nebenbei bewältigen diese auch die gigantische Deckenhöhe und stauchen den Raum ein wenig. Was jedoch genauso wirksam und fast noch ein wenig einzigartiger ist, sind eingezogene Galerieebenen oder herabhängende Schaukel oder Hängematten. Wichtig ist auf jeden Fall, das Loft in seiner vollen Höhe zu nutzen und einstige Probleme als Vorteil zu tarnen.