Tischdekoration an Weihnachten


Gutes Essen gehört zu Weihnachten schon fast so obligatorisch dazu wie der alljährliche Christbaum.
Nicht umsonst steigen nach den Feiertagen die Angebote für Fitnessgeräte so rasant an. Doch seien
wir mal ehrlich – was wäre Weihnachten auch ohne all die ganzen Leckereien wie Punsch, Plätzchen
oder gar Lebkuchen? Wäre es nicht gar trostlos, auf all diese Köstlichkeiten zu verzichten? Wie Sie
selbst wohl schon erlebt haben, gleicht ein solcher Verzicht wohl eher einem Ding der Unmöglichkeit
und das ist auch völlig gut so! Das alljährliche Weihnachtsessen mit Familie und Freunden ist genauso
Bestandteil der Tradition wie alles andere auch. Was jedoch genauso obligatorisch ist wie das Essen
selbst, ist die passende Tischdekoration. Ist der Koch meist mit dem Zubereiten der Speisen
beschäftigt, wird die Dekoration häufig vernachlässigt und eher aus purem Pflichtgefühl noch ein
paar Servierten gefaltet als sich mit weihnachtlichem Ambiente auseinander zu setzen. Dabei gelangt
völlig außer Betracht, dass das Auge schließlich mitisst und daher auf keinen Fall vergessen werden
sollte. Wie Sie Ihren Tisch auch zwischen dem Zubereiten all der Speisen dennoch stilvoll und
weihnachtlich dekorieren, erfahren Sie hier.
Im Laufe des Abends kommt so einiges auf die weihnachtliche Tafel. Da kann es schon mal schwer
fallen, zwischen all den Köstlichkeiten den Überblick nicht zu verlieren. Tischdekorationen sollten
daher immer klar und am besten symmetrisch angeordnet sein. Ist eine gewisse Struktur vorhanden,
fällt es leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das ist und bleibt nun mal das Essen.
Wichtig ist, sich vorher über die Anzahl der Gänge Gedanken zu machen. Sind mehrere geplant,
empfiehlt sich es, die Anordnung des Geschirrs nach der üblichen Etikette zu platzieren: In der Mitte
befinden sich stets die Teller, gestapelt nach der Reihenfolge der Speisen. Wird mit einer Suppe
begonnen, befindet sich die Schüssel hierfür somit ganz oben. Das Besteck richtet sich ebenfalls nach
der Menüfolge und wird von außen nach innen gelegt: Rechts außen liegt der Suppenlöffel, dann das
Messer für die Hauptspeise. Auf der linken Seite befindet sich wie gewohnt die Gabel,
Dessertbesteck wird hingegen über dem Teller angebracht. Gläser stehen rechts oben. Das
obligatorische Wasserglas wird gefolgt vom Weißweinglas und dem anschließenden Rotweinglas.
Servietten werden entweder auf die Teller gelegt oder direkt links daneben. Besonders schön zur
Weihnachtszeit sind dementsprechend festliche Varianten aus Stoff, gerne auch mit Serviettringen
versehen.
Sind diese Grundsätze beachtet, kann es nun an die eigentliche Dekoration gehen. Stets beliebt sind
hierbei entsprechend der Jahreszeit gesammelte Naturmaterialien. Gerade in der Kälte gesammelte
Fichten- oder Kieferzapfen verleihen dem Raum zusätzlich noch eine ganz besondere Atmosphäre:
Werden sie in ein warmes Zimmer gelegt, öffnen sie sich nach und nach und verbreiten dabei ein
herrliches Knistern und einen wohligen Duft im Raum. Was auf keinen Fall auf dem Tisch fehlen darf,
sind Kerzen. Ihr sanfter Schein lässt sowohl Gläser als auch Teller voll Glanz erstrahlen und verbreitet
eine angenehm-warme Aura. Wer es gerne duftend mag, kann auf eigens für Weihnachten
angefertigte Duftkerzen zurückgreifen. Gerade mit Zimt versehene Kerzen, verleihen dem
weihnachtlichen Mythos ein ganz besonderes Ambiente. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die
Kerzen in Bezug auf den Geruch nicht in Kontrast zu dem von vornherein schon duftendem Essen
stehen. Steht ein Braten auf der Menükarte, sollte auf Duftkerzen eher verzichtet werden, zu
Plätzchen sind sie jedoch ideal. Auch übrig gebliebener Weihnachtsschmuck darf gerne auf dem Tisch
platziert werden. Besonders gut zur Geltung kommen in eine Schale gelegte Kugeln oder Anhänger,
die auf den Plätzchentellern platziert werden. Wer den kompletten Raum ausnutzen möchte oder
der Platz auf dem Tisch bereits begrenzt ist, darf Kugeln oder Anhänger jeglicher Art auch gerne
an der Lampe befestigen oder sie von der Decke herunterhängen lassen. Wichtig ist hierbei, stets an
freie Sicht zur gegenüber sitzenden Person zu denken.
Wie Sie sehen, ist weihnachtliche Tischdekoration alles andere als stigmatisiert oder gar veraltet.
Über Masse und Fülle der Dekoration entscheiden allein der individuelle Geschmack und der
zur Verfügung stehende Platz. Was Sie jedoch auf keinen Fall machen sollten, ist sie komplett außer
Acht zu lassen. Seien es nur weihnachtlich gefaltete Servietten – sie machen die Atmosphäre um
ein vielfaches schöner und lassen so das Essen gleich doppelt gut schmecken.